Branchenzuschläge

in der Zeitarbeit

  1. Branchenzuschläge für die Druckindustrie

    Für Zeitarbeitnehmer, die in Kundenunternehmen der Druckindustrie arbeiten, wurde im Februar 2013 Branchenzuschläge zwischen der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit / VGZ und ver.di vereinbart. Basis für die Zuschläge ist auch hier der weiterhin gültige, zwischen BAP und DGB geschlossene Entgelttarifvertrag Zeitarbeit, den auch RAIWA anwendet.

    Tarifvertrag Branchenzuschläge tritt am 1. Juli 2013 in Kraft

    Der Tarifvertrag über die Branchenzuschläge in der Druckindustrie tritt am 1. Juli 2013 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum
    31. Dezember 2017. Mit den tariflichen Branchenzuschlägen erfüllen die Tarifparteien in der Zeitarbeit den Auftrag des Gesetzgebers, die materiellen Arbeitsbedingungen der Zeitarbeitnehmer an die der Beschäftigten in den jeweiligen Kundenbranchen anzugleichen.

    Gestaffelte Zuschläge für Zeitarbeitnehmer

    Das Verhandlungsergebnis sieht für Zeitarbeitnehmer in der Druckindustrie gestaffelte Zuschläge vor, die sich jeweils an der Länge des Einsatzes in einem Kundenunternehmen orientieren.

    • nach einer Einsatzzeit von 4 (vollendeten) Wochen, Branchenzuschlag 8%
    • nach einer Einsatzzeit von 3 (vollendeten) Monaten, Branchenzuschlag 15%
    • nach einer Einsatzzeit von 5 (vollendeten) Monaten, Branchenzuschlag 20%
    • nach einer Einsatzzeit von 7 (vollendeten) Monaten, Branchenzuschlag 35%
    • nach einer Einsatzzeit von 9 (vollendeten) Monaten, Branchenzuschlag 45%

    Für die Entgeltgruppen 6 bis 9 wurden keine Zuschläge vereinbart.

    Die Länge der Einsatzzeit beginnt ab Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages zu zählen, es sei denn, ein Zeitarbeitnehmer war bereits vor dem 01. Juli 2013 vier Wochen oder länger stetig im selben Kundenbetrieb im Einsatz. In diesem Fall wird bereits ab 01. Juli 2013 die erste Stufe der Staffelung fällig. Die zweite Stufe erreicht der Mitarbeiter am 01. September 2013.

    Diese Regelungen gelten auch für nicht-tarifgebundene Unternehmen, inklusive einer Vereinbarung, die sicherstellt, dass Zeitarbeitnehmer auch nach 9 Monaten nicht mehr erhalten als die Stammarbeitnehmer.

    Die Zuschlagsregelungen gelten nicht für Handwerksbetriebe.